Die nackte Bilanz der deutschen Mannschaft ist auch nach dem fünften Spiel bei der Weltmeisterschaft vor allem eines, perfekt. Aber nicht nur das, auch gegen die Niederlange überzeugte das DHB-Team fast über die gesamte Partie und spielte den überforderten Nachbarn teilweise komplett an die Wand. Da geht Arnulf Beckmann von Handball Inside gerne mal riskante Wetten ein, wie er in seiner Analyse mit einem Schmunzeln verrät. Weniger erfreut gibt sich Montenegros Torhüter Nebojsa Simic.
Auch bei dieser Weltmeisterschaft sind wieder Spieler dabei, die zuvor unter Martin Heuberger das deutsche Trikot getragen haben. Der Trainer der DHB-Junioren lebt den Nachwuchshandball wie kein Zweiter und daher ist bei ihm die Freude immer besonders groß, wenn ein vielversprechendes Talent den Sprung in den Kader von Alfred Gislason schafft. Thema im ausführlichen Gespräch mit Sascha Staat sind unter anderem zukünftige und aktuelle Leistungsträger.
Dem famosen Auftritt gegen Algerien ließ die deutsche Mannschaft am Donnerstag einen noch besseren folgen. Harmlose Argentinier waren absolut chancenlos und schon nach wenigen Minuten war klar, dass am Ende ein weiterer Kantersieg für die DHB-Auswahl zu Buche stehen würde. Felix Meininghaus ist beeindruckt von der Gislason-Sieben. Derweil kommen die Franzosen auch so langsam aber sicher in Fahrt. Kentin Mahé gibt sich im Gespräch daher extrem gelassen.
Trotz der knappen Niederlage in der Vorrunde gegen Deutschland hat Petar Djordjic den möglichen Einzug ins Viertelfinale noch lange nicht aufgegeben. Denn Serbien tritt anders auf als noch in den Jahren zuvor. Er lobt vor allem den Teamgeist und Toni Gerona, der auf einem anderen Level arbeitet als seine Vorgänger das getan haben. Dem Rückraumspieler selbst kommt dabei zu Gute, dass er bei seinem Verein auch mit einem spanischen Trainer arbeitet.
Zum Abschluss der ersten Turnierphase musste das deutsche Team gegen Algerien ran und brauchte zwar ein paar Minuten Anlaufzeit, war danach aber nicht mehr zu bremsen. Insbesondere Jannik Kohlbacher präsentierte sich dabei in phänomenaler Verfassung und blieb bei zehn Treffern komplett ohne Fehlversuch. Da überrascht es nicht, dass Olaf Bruchmann der Hauptrunde sehr optimistisch entgegen blickt. Der Chefredakteur der Handballwoche sieht die DHB-Auswahl gut aufgestellt.
Vor drei Jahren nahmen die Niederlande zum ersten Mal an einem großen Turnier teil und hatten damals gegen Spanien und Deutschland keine Chance. Mittlerweile haben sie sich aber extrem gut entwickelt und schlagen regelmäßig auch Spitzenteams. Zum Start in die Weltmeisterschaft gelangen zwei klare Siege, Argentinien und Mazedonien waren deutlich unterlegen. Jeffrey Boomhouwer, der im Gespräch mit Sascha Staat das Ende der Karriere im Sommer andeutet, will aber auf dem Boden bleiben.
In einem intensiven und von beiden Angriffsreihen geprägtem Spiel gegen Serbien hatte die deutsche Mannschaft, wie schon gegen Katar, erneut den längeren Atem und ging nach 60 Minuten verdient als Sieger von der Platte. Für Christoph Dach, der die Partie vor Ort in Kattowitz verfolgte, fiel das Ergebnis sogar knapper aus als es der Spielverlauf hergab. Ihn überzeugten neben Torhüter Joel Birlehm vor allem die beiden Kreisläufer und die Leistung von Lukas Mertens, wie er in seiner Analyse feststellt.
Als kompletter Außenseiter sind die US-Amerikaner in die Weltmeisterschaft gegangen, aber dennoch mit der Chance auf die Hauptrunde. In Marokko traf man nämlich zum Auftakt auf einen schlagbaren Gegner. Kein Wunder, dass die Freude nach dem Sieg gegen die Nordafrikaner enorm war. Im Vorfeld war das Team aber unglaublich nervös, wie Patrick Hüter berichtet. Der Dormagener spricht aber nicht nur über das Sportliche, sondern auch über die langfristigen Ziele seiner Nationalmannschaft.
Die deutsche Mannschaft ist bei der Weltmeisterschaft mit einem vom Ergebnis her souveränen Sieg in das Turnier gestartet. Allerdings tat sich die Truppe von Alfred Gislason gegen einen unangenehmen Kontrahenten aus Katar phasenweise schwerer als erwartet. Doch wie konnte es am Ende nochmal eng werden und wer rettete der DHB-Auswahl schließlich die Punkte? Genau diese Fragen beantwortet Sascha Staat zusammen mit Maik Thiele von Sportdeutschland.TV in der aktuellen Folge.